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SWR2 Zeitgenossen vom 18.02.2012
Die Reform der Psychiatrie in der Bundesrepublik hat Prof. Heiner Keupp bereits als junger Professor für Sozial- und Gemeindepsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München nachhaltig beeinflusst. Keupp ist Vorsitzender der Berichtskommission des Kinder- und Jugendberichts des Deutschen Bundestags. Zurzeit wertet er zahlreiche Berichte von Kindern und Jugendlichen aus, die vor Jahren Opfer sexuellen Missbrauchs in Bayrischen Klöstern wurden.
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SWR2 Zeitgenossen vom 11.02.2012
Der 77-jährige Paul Gauselmann ist einer der letzten großen Selfmade-Unternehmer in Deutschland. Mitte der 50er-Jahre fing er an, mit Automaten sein Geld zu verdienen. Mittlerweile setzen seine Spielhallen und Spielautomaten über eineinhalb Milliarden Euro um. Kritiker werfen dem Konzernchef vor, die Spielsucht der Menschen auszubeuten, Gauselmann selbst nennt es Spielfreude und verweist auf die strengen Gesetze und Auflagen. Am Ende seines Weges droht ein neues Gesetz, das Glücksspiel weiter begrenzen. Trotz seines Vermögens ist er ein bodenständiger Typ geblieben.
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SWR2 Zeitgenossen vom 04.02.2012
Seit Sommer 2010 ist Edda Müller Vorsitzende von Transparancy International, der Nichtregierungsorganisation, die sich weltweit erfolgreich gegen Korruption einsetzt. Edda Müller wurde 1942 in der Niederlausitz geboren. Nach Kriegsende floh ihre Familie nach West-Berlin. Ihr Studium der Politologie und Geschichte begann Edda Müller in München und setzte es an der FU in Berlin fort. Dort war sie auch als Fluchthelferin für Kommilitonen aus dem Osten aktiv, wurde verraten und 1963 inhaftiert. Ein Jahr saß sie in der DDR im Gefängnis.
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SWR2 Zeitgenossen vom 28.01.2012
Er machte die Kunsthalle Tübingen weltweit bekannt durch Ausstellungen mit französischen Künstlern der klassischen Moderne. Hunderttausende kamen zu Cezanne, Renoir, Toulouse-Lautrec, noch ehe derartige Großereignisse in Mode kamen. Zugleich setzte er sich für die Kunst seiner Zeit ein, leistete Pionierarbeit für Künstler wie Kiefer oder Polke, und engagierte sich für ein Sammlermuseum in Baden-Württemberg. Außerdem ist er als Berater zahlreicher Kunstinstitutionen tätig. Damit ist Götz Adriani einer der wichtigsten Kunstvermittler der letzten Jahrzehnte.
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SWR2 Zeitgenossen vom 21.01.2012
Thomas Schadt (Jahrgang 1957) gehört zu den Wegbereitern des neuen Dokumentarfilms in der Bundesrepublik: "Das Gefühl des Augenblicks - Auf den Spuren des Fotografen Robert Frank" hat ihn 1989 international bekannt gemacht. Seine Filme wurden vielfach ausgezeichnet. Zunächst als Professor im Studienfach Regie/Dokumentarfilm, ab 2005 als künstlerischer Direktor hat er wesentlich zum Renommee der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg beigetragen. Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitete Thomas Schadt ununterbrochen auch selbst als Filmemacher weiter.