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SWR2 Zeitgenossen vom 12.05.2012
"Mein Leben ist die Kunst und es gibt nichts anderes für mich", diese Äußerung, der am Silvestermorgen des Jahres 1927 in Erfurt geborenen und seit 1951 in Ostberlin lebenden Jutta Vulpius steht wie ein Motto über dem Leben der Sopranistin. Dabei war ihr Dasein aber nicht nur durch ihre Gesangskarriere bestimmt, sondern auch durch die geschichtlichen Zeitläufe, geprägt durch die Ereignisse des 2. Weltkriegs und der deutschen Teilung, mit bestimmt durch Arbeiteraufstand, Mauerbau und Mauerfall.
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SWR2 Zeitgenossen vom 05.05.2012
Weniger schädlich ist nicht gut, sagt Michael Braungart, der 1958 in Schwäbisch Gmünd geboren wurde. Wenn der Chemiker und Verfahrenstechniker Braungart von seinen Ideen erzählt, spürt man, wie viel Vergnügen es macht, Produkte zu erfinden, mit denen man durchaus verschwenderisch umgehen darf. "Cradle to cradle" heißt das Konzept. Farben, die die Luft reinigen, Textilien, die kompostierbar sind, Baumaterialien, die immer wieder verwendet werden können - inzwischen sind tausende Produkte entstanden.
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SWR2 Zeitgenossen vom 28.04.2012
Ein ungewöhnlicher Mensch hat 1978 in Heidelberg einen ungewöhnlichen Verlag gegründet. Es ist Manfred Metzner, der damals mit Freunden den Wunderhorn Verlag ins Leben rief. Der Verlag ist der diesjährige Konrad Wolff Preisträger der Leipziger Buchmesse. Manfred Metzner wurde 1947 am Bodensee geboren, kam als Student nach Heidelberg, gerade richtig für die Studentenbewegung. Sein politisches Zuhause wurde die Sponti-Bewegung.
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SWR2 Zeitgenossen vom 21.04.2012
1940 geboren als Sohn einer Aachener Arztfamilie, sah Thomas W. Gaehtgens sein Themenfeld, die Kunst, schon bald in einem globalen Kontext. In Berlin organisierte er den kunsthistorischen Weltkongress, dann wurde er Präsident des Internationalen Komitees für Kunstgeschichte. Als Gründungsdirektor des Deutschen Zentrums für Kunstgeschichte zog er nach Paris, und statt in den Ruhestand zu gehen, übernahm er 2007 das renommierte Getty Research Institute in Los Angeles. Als dessen Direktor hat er die große Ausstellung "Pacific Standard Time 1945 - 1980" mit kuratiert.
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SWR2 Zeitgenossen vom 14.04.2012
Ein Schwabe verwaltet die Schatztruhe des Britischen Empire. Seit September 2011 ist der gebürtige Stuttgarter Martin Roth Direktor des Londoner Victoria & Albert Museum, des größten Museums der Welt für Kunst, Kunstgewerbe und Design. Roth ist damit der erste Deutsche, der eines der großen traditionellen Museen Englands leitet. Und das, obwohl er nicht einmal Kunstgeschichte studiert hat. Doch kann er auf weitreichende Erfahrungen zurückgreifen. Bis zu seiner Berufung nach London leitete er die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden - also insgesamt 12 Museen auf einmal.